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Artikel mit dem Stichwort »Et-Zeichen«

Das Et-Zeichen (&)

Das Et-Zeichen, auch Kaufmanns-Und und im Englischen Ampersand genannt, ist eine »besonders innige Buchstabenverschmelzung« (Tschichold) der Buchstaben e und t (lateinisch et = »und«). Als Frühform taucht es erstmals 79 n. Chr. auf und kann als ein Liebling der Schriftgestalter angesehen werden.

»Bei den meisten Et-Zeichen in zeitgenössischen Schriften handelt es sich um uninspirierte, plumpe Brezeln.«
(Robert Bringhurst in The Elements of Typographic Style)

Robert Bringhurst berichtet von Christoph Plantin, der zum Teil vier verschiedene Et-Zeichen in einem Absatz verwendete. Gleichzeitig kritisiert er, daß aus der einstigen Formenvielfalt heutzutage oft nur die »uninspirierte Brezel« übrigbleibt.

Daß auch heute noch schöne Formen zu finden sind, zeigen die folgenden Beispiele:

  • Anisette
  • Axiom
  • Bickham Script
  • Calibre
  • Californian
  • Clifford
  • Cooper Black
  • Didot
  • Dora
  • Essay
  • Essenz
  • Euclid Flex
  • Farnham
  • Feijoa
  • Fontesque
  • Galaxie Copernicus
  • Giza
  • Harriet Series
  • Hoefler Titling
  • Kava
  • Kings Caslon
  • Landmark
  • Leitura
  • LiebeDoni
  • LiebeDoris
  • Lyon
  • Lyon2
  • Maelstrom
  • Marian
  • Max
  • NewParis
  • Oneleigh
  • Outsiders
  • Parable
  • Pitu
  • Poetica
  • Poetica2
  • Poetica3
  • Poetica4
  • Poetica5
  • Pufff
  • Quadraat
  • Quixo
  • Relay
  • Satyr
  • Scala
  • Schmalhans
  • Silesiana
  • Trim
  • Tuscan Extended
  • Van Lanen
  • Zapata
&
Et-Zeichen
Shift+6
⇧+6
U+0026
Tironisches Et
U+204A

Im Text wird das Et-Zeichen heutzutage nicht mehr verwendet. Im Deutschen ist es offiziell nur in Firmennamen gültig, laut Forssman/de Jong in Detailtypografie allerdings »auch sonst, wo es Spaß macht«. Meist wird es in Displaygrößen verwendet, weshalb Bringhurst rät, das schönste auszuwählen, das die Schriftart bietet, gerne auch das meist spannendere kursive in aufrechtem Kontext (Siehe Satz des Et-Zeichens oben).

Eine besonders ausführliche Abhandlung zum Et-Zeichen stammt von Jan Tschichold: In »Formenwandlung der Et-Zeichen« (Komplett enthalten in Schriften 1925–1974 Band 2) wird auch die von einer Tironischen Note abstammende Sonderform (⁊) erläutert.

Ligaturen

Ligaturen sind Zeichen, die aus mehreren verbundenen Buchstaben bestehen. Sie verdeutlichen Lauteinheiten oder helfen störende Lücken zu vermeiden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil professioneller Typografie, und Friedrich Forssman und Ralf de Jong nennen den Satz ohne Ligaturen gar eine »formale Verarmung der Typografie« (Detailtypo, S. 29). Im Folgenden werden Ligaturen und deren korrekter Einsatz vorgestellt.
Zunächst jedoch ein kleiner Test: Welche Ligaturen sind falsch und an welchen Stellen fehlen Ligaturen?

In jeder Zeile ist eine Ligatur versteckt (Klicke auf das Ausrufezeichen links oben, um sie hervorzuheben), aber nicht alle sind richtig. Klicke auf eine Ligatur, um sie aus- oder wieder einzuschalten; auf den Button unten rechts, um die Lösung zu erfahren! [Schrift: FF Milo Serif]

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