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Artikel mit dem Stichwort »Glyph«

Auslassungspunkte (…)

Der Begriff Ellipse bezeichnet in der Typografie die drei (genau drei!) Auslassungspunkte, die Teile eines Wortes oder eines Satzes ersetzen sollen. Statt einfach drei Punkte aneinanderzureihen, sollte das in professionellen Schriften enthaltene eigene Zeichen (auch »Dreipunkt«) verwendet werden.

EllipseAlt+0133⌥+.Die meisten Schriftgestalter gestalten die Abstände in der Ellipse mit Bedacht; Der professionelle Typograf sollte sie laut Robert Bringhurst jedoch nicht verwenden, ohne sie vorher kontrolliert zu haben (Zu eng? Unterschnitten? …).

Ersetzung von Wortteilen und Satzteilen

Wenn die Auslassungspunkte einen Wortteil ersetzen, werden sie ohne Leerzeichen direkt an den letzten Buchstaben angefügt: »Du alter Id…«
Wird ein Teil des Satzes durch die Ellipse ersetzt, steht ein Leerzeichen zwischen dem letzten Wort des Satzes und der Ellipse: »Du alter …«

Ziehe am Regler, um Teile des Satzes zu zeigen oder abzuschneiden. Die Ellipse wird nur dann ohne Leerzeichen angefügt, wenn ein Teil des Wortes ersetzt werden soll. [Schrift: Grotext Bold]

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Das Et-Zeichen (&)

Das Et-Zeichen, auch Kaufmanns-Und und im Englischen Ampersand genannt, ist eine »besonders innige Buchstabenverschmelzung« (Tschichold) der Buchstaben e und t (lateinisch et = »und«). Als Frühform taucht es erstmals 79 n. Chr. auf und kann als ein Liebling der Schriftgestalter angesehen werden.

»Bei den meisten Et-Zeichen in zeitgenössischen Schriften handelt es sich um uninspirierte, plumpe Brezeln.«
(Robert Bringhurst in The Elements of Typographic Style)

Robert Bringhurst berichtet von Christoph Plantin, der zum Teil vier verschiedene Et-Zeichen in einem Absatz verwendete. Gleichzeitig kritisiert er, daß aus der einstigen Formenvielfalt heutzutage oft nur die »uninspirierte Brezel« übrigbleibt.

Daß auch heute noch schöne Formen zu finden sind, zeigen die folgenden Beispiele:

  • Anisette
  • Axiom
  • Bickham Script
  • Calibre
  • Californian
  • Clifford
  • Cooper Black
  • Didot
  • Dora
  • Essay
  • Essenz
  • Euclid Flex
  • Farnham
  • Feijoa
  • Fontesque
  • Galaxie Copernicus
  • Giza
  • Harriet Series
  • Hoefler Titling
  • Kava
  • Kings Caslon
  • Landmark
  • Leitura
  • LiebeDoni
  • LiebeDoris
  • Lyon
  • Lyon2
  • Maelstrom
  • Marian
  • Max
  • NewParis
  • Oneleigh
  • Outsiders
  • Parable
  • Pitu
  • Poetica
  • Poetica2
  • Poetica3
  • Poetica4
  • Poetica5
  • Pufff
  • Quadraat
  • Quixo
  • Relay
  • Satyr
  • Scala
  • Schmalhans
  • Silesiana
  • Trim
  • Tuscan Extended
  • Van Lanen
  • Zapata
&
Et-Zeichen
Shift+6
⇧+6
U+0026
Tironisches Et
U+204A

Im Text wird das Et-Zeichen heutzutage nicht mehr verwendet. Im Deutschen ist es offiziell nur in Firmennamen gültig, laut Forssman/de Jong in Detailtypografie allerdings »auch sonst, wo es Spaß macht«. Meist wird es in Displaygrößen verwendet, weshalb Bringhurst rät, das schönste auszuwählen, das die Schriftart bietet, gerne auch das meist spannendere kursive in aufrechtem Kontext (Siehe Satz des Et-Zeichens oben).

Eine besonders ausführliche Abhandlung zum Et-Zeichen stammt von Jan Tschichold: In »Formenwandlung der Et-Zeichen« (Komplett enthalten in Schriften 1925–1974 Band 2) wird auch die von einer Tironischen Note abstammende Sonderform (⁊) erläutert.

Binde- und Gedankenstrich

Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung – und häufig falsch gemacht. Die beiden Geschwister Bindestrich (-) und Gedankenstrich (–) unterscheidet meistens nur ihre Länge, und dennoch ist es alles andere als egal, welchen der beiden man verwendet. Bevor ich weiter unten auf die Details eingehe, kannst Du im folgenden Spiel testen, ob Du weißt, wann welcher der beiden verwendet wird.

Ziehe mit gedrückter Maustaste die Zeichen in die Lücken und lasse die Maustaste los, um sie dort einzurasten. Ein Klick auf den Button unten verrät Dir, ob Du richtig liegst! [Schrift: Cronos Light]

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Workshop: Ligaturen einfügen

Ziel dieser Anleitung ist es, Ligaturen nur da zu setzen, wo sie auch sinnvoll sind. Leider kann man sich dabei nicht auf die standardmäßig aktivierte Automatik verlassen, weshalb wir sie zunächst ausschalten müssen, um die Ligaturen dann später per Suchen und Ersetzen nach bestem Wissen (→ Ligaturen) zu Fuß einzufügen. Weiterlesen ›››

Ligaturen

Ligaturen sind Zeichen, die aus mehreren verbundenen Buchstaben bestehen. Sie verdeutlichen Lauteinheiten oder helfen störende Lücken zu vermeiden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil professioneller Typografie, und Friedrich Forssman und Ralf de Jong nennen den Satz ohne Ligaturen gar eine »formale Verarmung der Typografie« (Detailtypo, S. 29). Im Folgenden werden Ligaturen und deren korrekter Einsatz vorgestellt.
Zunächst jedoch ein kleiner Test: Welche Ligaturen sind falsch und an welchen Stellen fehlen Ligaturen?

In jeder Zeile ist eine Ligatur versteckt (Klicke auf das Ausrufezeichen links oben, um sie hervorzuheben), aber nicht alle sind richtig. Klicke auf eine Ligatur, um sie aus- oder wieder einzuschalten; auf den Button unten rechts, um die Lösung zu erfahren! [Schrift: FF Milo Serif]

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