Typefacts https://typefacts.com/blog Kirby Tue, 04 Jul 2017 09:00:00 +0000 Typografie verstehen Das große Eszett https://typefacts.com/blog/das-grosse-eszett blog/das-grosse-eszett Tue, 04 Jul 2017 09:00:00 +0000 eszett_cover

Der Rat für Rechtschreibung hat am 29.6.2017 die Großbuchstabenvariante des ß (»Versaleszett«) zugelassen, womit das bei deutschen Typografen wohl umstrittenste Zeichen nun in der offiziellen deutschen Rechtschreibung angekommen ist. Seit Jahren schon herrscht ein erbitterter verbaler Disput zwischen zwei typografischen Lagern: Eine Seite kämpft seit Jahren dafür, dieses Zeichen groß (sic!) rauszubringen, die andere verteufelt es als bestenfalls unnötig und unästhetisch.

Typefacts möchte nachfolgend die wesentlichen Informationen zum Thema sachlich zusammenzufassen – sowohl für Anwender als auch Designer des Zeichens.

Darum geht’s

Im Deutschen gibt es das Zeichen »ß« (scharfes s, Eszett, Rucksack-s …) – doch was es eigentlich ist und wie damit umzugehen ist, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen:

  1. Ligatur (Zusammensetzung) aus »ſ« und »s« (oder »ſ« und »z«/»ʒ«):
    Da es keine Großbuchstabenvariante des langen s (ſ) gibt, folgte daraus:
    Maße → MASSE
    (= MASSE/Masse)
    Dies kann – speziell bei Eigennamen – missverständlich sein.
  2. Eigenständiges Zeichen »ß«:
    Ein eigenständiges Zeichen kann (und muss?) es als Klein- und Großbuchstabenform geben. Daraus folgt:
    Maße → MAẞE
    (≠ MASSE/Masse)
    Eigennamen bleiben somit auch in Versalien – wie im Personalausweis – eindeutig.
eszett_versalsatz
Zusätzlich zu (2) ist nun auch (3) möglich. (4) ist und bleibt falsch. Das Versaleszett ist nur für den Großbuchstabensatz gedacht. Es gibt keine Wörter, die mit ß anfangen!

Die dringlichsten Fragen

Muss ich es verwenden?
Nein, aber Du darfst es jetzt offiziell.

Muss es meine Schrift enthalten?
Nein, dein Font unterstützt auch ohne Versaleszett die deutsche Sprache (wenn äöüßÄÖÜ enthalten sind).

Gestaltung

Das größte Problem ist wohl das Design des Zeichens: Wie kann eine Großbuchstabenvariante von etwas aussehen, das es eigentlich nur als Kleinbuchstabe(n) gibt?

Grundsätzlich sind viele Formen denkbar, doch in den letzten Jahren haben sich die nachfolgenden Ausprägungen herauskristallisiert – so mancher Typedesigner hofft aber immer noch auf eine überzeugendere Lösung (s. Kontroverse ☟).

versaleszett_formen
Vier Grundkonstruktionen des Versaleszetts: »Dresden« (1) und »Leipzig« (2) nach Andreas Stötzner, »Frankfurt« (3) und »Berlin« (4) nach Adam Twardoch. Mehr Beispiele auf typography.guru.

Mit Bedacht vorgehen sollte man in jedem Falle; Selbst für Muttersprachler wirkt ein Versaleszett häufig ungewohnt, zudem spottet die Gestaltung – vor allem auch in den Systemschriften – zum Teil jeder Beschreibung:

versaleszett_systemschriften
Das Versaleszett in Geneva, Baskerville SemiBold Italic und Baskerville Bold (macOS)

Verwechslungsgefahr

Das Eszett wird gern mit dem griechischen Buchstaben beta verwechselt oder auch – besonders im Versalsatz – mit dem B.

ß
Eszett
U+00df
ß
ß
β
beta
U+03B2
B
B
U+0062
⇧ + B
⇧ + B

Das große Eszett wird in seinen gängigen Formen gern mit dem B verwechselt.

Versal-Eszett
U+1E9E
B
B
U+0062
⇧ + B
⇧ + B

Wie kann ich das Zeichen eingeben?

Auf der Tastatur sucht man das Versaleszett vergeblich, es bleiben letztendlich nur die üblichen steinigen Wege zum Einfügen eines unzugänglichen Zeichens:

Copy / Paste

Am einfachsten:
kopieren und einfügen

Linux

Compose + S + S (nacheinander) oder
Umschalt + Alt Gr + S (gleichzeitig).

macOS

Mit ctrl + cmd + Leertaste den Dialog »Emoji und Symbole« einblenden, dann nach dem Unicode 1E9E suchen (und ihn fürs nächste Mal in den Favoriten speichern)

Oder man lädt und nutzt unseren Alfred Workflow.

MS Windows

Der Windows-Version entsprechend, muss man jeweils andere Tastenkombination tätigen.
Alt Gr + H
Alt Gr + Umschalt + ß
linkes Alt + 7 8 3 8 (Ziffernblock)

MS Word

Eingabe des Unicodes, anschließend alt- und c-Taste drücken
1 E 9 E + Alt + C

Welche Fonts enthalten das Zeichen?

In den letzten Jahren ist eine große Anzahl von Schriften mit Versal-Eszett entstanden. Einige vorzügliche Foundrys haben das Zeichen in ihren Standardzeichensatz übernommen, z.B.:

Auch bei MyFonts lassen sich gezielt Schriften suchen, die das Versal-Eszett enthalten. Aber Vorsicht: Hier variiert die Qualität sowohl von Schrift als auch Zeichen stark, zudem ist in den Fonts z.T. nur der Codepoint mit »SS« oder Platzhaltern belegt.

Kontroverse

Neben der Gretchenfrage, ob es eine Großbuchstabenvariante des ß überhaupt geben kann, erhitzen sich die Gemüter besonders an der Frage, ob das Zeichen die deutsche Orthographie nun vereinfacht oder verkompliziert. Die Schweiz wählte den umgekehrten Weg und schaffte das scharfe s komplett ab. Dort wird nun konsequent »ss« verwendet, was viele als bessere Lösung sehen, die auch international verständlicher wäre. Das Design des Zeichens ist ein weiterer Stein des Anstoßes, da es viele Typografen als nicht überzeugend empfinden (und seinen Seiten, die Kritikpunkte zu entkräften.

Und doch bleibt es ein sensibles Thema – nicht zuletzt deshalb, weil die Deutschen ihre ganz eigene Geschichte mit der Buchstabenkombination »SS« haben, wie auch Indra Kupferschmid zu bedenken gibt.

Für Schriftgestalter und -hersteller

Nach wie vor ist es üblich, aus einem ß im Versalsatz »SS« zu machen, und die meisten Programme tun dies automatisch. Was passiert aber mit Kapitälchen? Und wie sollte der OpenType-Featurecode aussehen?

eszett_smcp
Bei den Kapitälchen verhält es sich prinzipiell wie bei Versalien: (2) und (3) sind beide gültig, aber (2) sollte Standard sein. (4) ist falsch.
feature smcp{
sub germandbls by germandbls.smcp;
} smcp;

Ist ein Versaleszett im Font enthalten, sollte auch eine Kapitälchenvariante gezeichnet werden, die dann über c2sc aktiviert wird:

eszett_c2sc
(1) funktioniert wie der Versalsatz. Hat sich der Anwender bewusst für das Versaleszett entschieden, sollte es auch in den Kapitälchen erhalten bleiben (2).
feature c2sc{
sub uni1E9E by uni1E9E.c2sc;
} c2sc;

So sollten die Glyphen im Font aussehen:

versaleszett_glyphs

Zusätzlich sollte noch ein Duplikat von uni1E9E.c2sc angelegt werden (z.B.) mit dem Namen germandbls.smcp.ss01, so dass Anwender per Stylistic Set die Versaleszettform auch im gemischten Kapitälchensatz anschalten können:

feature ss01{
sub germandbls.smcp by germandbls.smcp.ss01;
} ss01;

Manche Designer möchten der Verwendung des »kleinen« ß im Versalsatz vorbeugen und tauschen es automatisch gegen das Versaleszett aus, z.B.:

feature calt{
sub @uppercaseLetters germandbls' @uppercaseLetters by uni1E9E;
} calt;

Kerning

Der »Kerningbedarf« des Zeichens ist recht übersichtlich. Da das Zeichen nicht am Wortanfang vorkommt, sondern nur im Versalsatz, muss es linksseitig nur mit anderen Großbuchstaben gekernt werden, wobei potentiell schwierige Kombinationen wie Tẞ, Vẞ, Wẞ gar nicht vorkommen können.

Ein Augenmerk haben sollte man eher auf die Kombinationen:

FUẞBALL
GROẞASPACH
REIẞVERSCHLUSS
GROẞYACHT
WEIẞWURST
STOẞTRUPP

und mögliche Interpunktion am Wortende:

ẞ“ ẞ« ẞ’ ẞ? …


Verwendete Schriften

Titelbild:
Harrison Serif (Jakob Runge & Lisa Fischbach, TypeMates)
Kapitälchen:
Mallory (Tobias Frere-Jones, Frere-Jones Type)
Rest:
Pangea (Christoph Koeberlin, noch unveröffentlicht)

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Alfred Workflow https://typefacts.com/blog/alfred-workflow blog/alfred-workflow Thu, 19 May 2016 10:00:00 +0000 Alfred 3 ist meiner Meinung nach ein sehr effektives Programm für macOS, das die Nutzung durch Schnellbefehle, Schlagwörter, Texterweiterungen und mehr verbessert. Eine der Kernfunktionen ist die Möglichkeit so genannte Workflows zu nutzen.

Vor zwei Jahren dachte ich, dass Workflows eine schöne Möglichkeit wären um leicht auf Sonderzeichen zugreifen zu können, die keine Tastenkombination besitzen. Mit der aktuellen Version und der Hilfe von Frank Rausch sind wir stolz Special Characters präsentieren zu dürfen. Ein Alfred Workflow um Sonderzeichen zu kopieren und in das aktive Programmfenster einzufügen.

Man benötigt Alfred 3 inklusive einer Powerpack Lizenz. Danach lädt man die aktuelle Workflow-Version von GitHub*, entpackt und installiert den Workflow während Alfred im Hintergrund läuft. Dann startet man Alfred und tippt im erscheinenden Fenster »tf« – das startet den Workflow. Anschließend zeigt sich eine Liste aller enthaltenen Sonderzeichen.

alfred-tf

Mit Hilfe von Schlagwörtern wie math, prime, quote, space, exclamation, …, tauchen nur die relevanten Sonderzeichen und deren Unicode-Werte auf. Man navigiert zur Glyphe, drückt Enter und im Handumdrehen erscheint das Zeichen im aktiven Programmfenster. Zusätzlich kann man alt drücken während man die Glyphe auswählt um den Hex-Unicode zu kopieren. Oder man drückt cmd und kopiert die HTML-Entity.

alfred-space

*Im ZIP-Archiv befindet sich auch der Quelltext.

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The Best Fonts of 2015 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2015 blog/die-besten-fonts-2015 Mon, 29 Feb 2016 08:00:00 +0000 bestfonts2015

The new year isn’t that new any more, yet I don’t want to do without the established look back. Again, the focus is on overviewing all remarkable releases of the year, flavoured with some personal spotlights. Anyway, one thing has changed: For the first time, it’s not my own compilation, but a cooperation with my new Typefacts-colleagues Norman and Sven who made this list possible. In this respect it makes a turning point: The end of the old Typefacts and the beginning of a partnership that should breathe new life into the old website. I’m excited!

acumin
Acumin · Robert Slimbach
alternategothic
Alternate Gothic · Mark van Bronkhorst, Alan Dague-Greene, David Sudweeks, Igino Marini, & Ben Kiel; Morris Fuller Benton, 1903
americane-bold
Americane · Hannes von Döhren
andradenew
Andrade New · Dino dos Santos
antenna-serif-light
Antenna Serif · Cyrus Highsmith
aureata-normal
Aureata · Ingo Preuss
autograf
Autograf · Måns Grebäck
balboa
Balboa Plus · Jim Parkinson
biryani
Biryani · Dan Reynolds & Mathieu Réguer
bestfonts2015_mallory

Mallory by Tobias Frere-Jones (Frere-Jones Type)

Mallory is Tobias Frere-Jones’ first commercial release as an independent type designer. He combined sincerity with a warm, yet certain playful look and feel. A special feature is the MicroPlus version that’s optimized for very small text sizes.

blog-script
Blog Script · Carolina Marando & Ale Paul
brace
Brace · Göran Söderström
brenta
Brenta · Ludwig Übele
brim_face
Brim · Jamie Clarke
bruhnsans-light
Bruhn Sans · Peter Bruhn; Mastered · Rui Abreu & Göran Söderström
brush
ATF Brush · American Type Founders Collection; Robert E. Smith, 1942
buendia-bold
Buendia · César Puertas
buffalo
Buffalo · Donald Roos
camber-light
Camber · Eduardo Manso
bestfonts2015_trianon

Trianon by Loïc Sander (Production Type)

With the splendid Trianon, Loïc Sander brings Firmin Didot’s ideas to the 21th century. With its four optical sizes, Trianon retains its elegance even in sophisticated typographic applications, while type designers get excited about the tools Loïc invented on his way.

campaign-grotesk-light
Campaign Grotesk · Mark Caneso
capri
Capri Pro · Felix Braden
carnas
Carnas · Dieter Hofrichter
cera-pro-thin
Cera · Jakob Runge
cerastencilpro-black
Cera Stencil · Jakob Runge
ceremony-black-g
Ceremony · Joost Grootens
clarendon-graphic
Clarendon Graphic · François Rappo
clone
Clone · Lasko Dzurovski
conto-light
Conto · Nils Thomsen
bestfonts2015_irrlicht

Irrlicht by Ari Hausel (Aarhaus)

The sublime Irrlicht is Ari Hausel’s take on the Judith-Type by Christian Heinrich Kleukens. He further enriched the concept with a matching “Lichte”-style.

cowhand
Cowhand · Toshi Omagari
dia-light
Dia · Lauri Toikka & Florian Schick
double
Double · Alexandre Saumier Demers & Étienne Aubert Bonn
druktextwide-medium
Druk Text Wide · Berton Hasebe
ebony
Ebony · Veronika Burian, José Scaglione
echo
Echo · Ross Milne
ecra
Ecra · Dino dos Santos
enfantine-light
Enfantine · Jean-Baptiste Levée with Yohanna My Nguyen, Loïc Sander, Yoann Minet, Ben Kiel
essonnes
Essonnes · James Todd
bestfonts2015_ffreal

FF Real · Erik Spiekermann & Ralph du Carrois (FontFont)

FF Real is one of the most impressive typeface releases of 2015. Designed by Erik Spiekermann and cleaned by Ralph du Carrois the typeface is rooted in early static grotesques and combines it with the typical Spiekermann twist. It’s a modern interpretation and well equipped typeface of that genre.

eurosoft-light
Eurosoft · Jérémie Hornus, Clara Jullien
ff-aad-black
FF Aad · Aad van Dommelen
fip
Fip · Rob Keller
frauen_script
Frauen · Lucas Sharp
fs_brabo-2
FS Brabo · Fernando Mello
fs-millbank
FS Millbank · Stuart de Rozario
gillsans-nova
Gill Sans Nova · George Ryan, Eric Gill
godfrey
Godfrey · Ludwig Übele
goodlifebrush
Goodlife Brush · Hannes von Döhren
bestfonts2015_hobeaux

Hobeaux by James Edmondson (OH NO Type)

How much love and life can you put into a disdained typeface? James Edmondson’s careful interpretation of Morris Fuller Benton’s classic will surprise you: You hate Hobo? You’ll love Hobeaux!

granvilleweb-bold
Granville · Jean-Baptiste Levée with help · Mathieu Réguer
gratitude-script
Gratitude Script · Kathy Milici & Ale Paul
gt-cinetype
GT Cinetype · Mauro Paolozzi & Rafael Koch
halifax-extralight
Halifax · Dieter Hofrichter
haptic-script
Haptic Script · Henning Skibbe
heimat-display
Heimat Display · Christoph Dunst
ines-book
Ines · Dino dos Santos
infini-gras
Infini · Sandrine Nugue
ingra-hair
Ingra · Ermin Međedović
bestfonts2015_contemporarysans

Contemporary Sans by Ludwig Übele (Ludwig Type)

Ludwig is one of the most talented type designers in Germany, and you might as well take any other of his 2015 releases. We chose Contemporary Sans, which shows that a Sans Serif with contrast doesn’t have to look like it was made for fashion magazines.

joanna-nova
Joanna Nova · Ben Jones, Eric Gill
josef-k
Josef K · Julia Sysmäläinen
jules
Jules · Dino dos Santos, Pedro Leal
kazimir-3
Kazimir · Ilya Ruderman, Yury Ostromentsky
komet-thin
Komet · Jan Fromm
krabbesholm-2
Krabbesholm · Radim Peško & Tomáš Celizna
laplace-mono-bold
Laplace Mono · Anton Koovit
lecolonel-2
Le Colonel · Sylvain Esposito
lichtspielhaus-slab
Lichtspielhaus Slab · Stefan Hübsch
bestfonts2015_ffhertz

FF Hertz · Jens Kutílek (FontFont)

Jens Kutílek’s FF Hertz with its squarish forms is influenced by Hermann Zapf’s Melior and his Mergenthaler Antiqua. The typeface references to early German topographic maps too. Its uniwidth design and character set makes it perfect for advanced typographic works.

liebe-lotte
LiebeLotte · Ulrike Rausch
mangan-extrabold
Mangan · Dieter Hofrichter
martel-sans
Martel Sans · Dan Reynolds & Mathieu Réguer
media77-bold
Media77 · Team’77 · André Gürtler, Christian Mengelt & Erich Gschwind
menoe-grotesque
Menoe Grotesque · Adam Katyi
mina-chic
Mina Chic · Giuseppe Salerno & Paco González
model
Model · Maximiliano Sproviero
nbinternational
NB International · Stefan Gandl
neue-haas-unica
Neue Haas Unica · Toshi Omagari; ursprünglich · Team’77
bestfonts2015_nittimostro

Nitti Mostro · Pieter van Rosmalen (Bold Monday)

Nitti Mostro by Pieter van Rosmalen is an extension of the praised Nitti family. With its 18 styles, it clearly is a prime example how a chromatic typeface for the digital-age could look like. Be sure to give it a spin on its amazing microsite!

new-grotesk-square-one
New Grotesk Square One · Henrik Kubel
noe-text-book-italic-2
Noe Text · Lauri Toikka & Florian Schick
objektiv-light
Objektiv · Bruno Mello
obsidian
Obsidian · Andy Clymer
paintlay
Paintlay · Mika Melvas
pattern-2
Pattern · Eike Dingler
picaradual-2
Picara · Sandra Carrera
proza
Proza · Jasper de Waard
quercus
Quercus · František Štorm
sabre
Sabre · Gareth Hague
bestfonts2015_holliescript

Hollie Script · Felipe Calderón (Estudio Calderon)

Hollie Script with its companion Hollie Scripts Ornaments is a modern interpretation of mid-20th centuries’ window lettering. A rich glyph set with contextual ligatures, and alternative characters make it appear in a very nice way.

sanomatsans-light
Sanomat Sans · Vincent Chan and Christian Schwartz
scandia
Scandia · Eric Olson
scandia-line
Scandia Line · Eric Olson
silva-2
Silva · Daniel Sabino
suiss
Suisse Sign · Swiss Typefaces
telemaque-2
Telemaque FY · Jean-Baptiste Morizot
tesla-slab-2
Tesla Slab · Nikola Djurek
tremolo
Tremolo · Nikola Djurek
tripper
Tripper · Sami Kortemäki, Akiem Helmling & Bas Jacobs
unica77
Unica77 · Maurice Göldner, Christian Mengelt · Team’77
vito-2
Vito · Thomas Gabriel
vortice-concept
Vortice · Miguel Sousa
wand
Wand · Charles Gibbons
weissenhof-grotesk-2
Weissenhof Grotesk · Dirk Wachowiak & Stefanie Schwarz
wittingau
Wittingau · František Štorm
wurst
VLNL Wurst · Alexandre Saumier Demers
zahrah
Zahrah · Yoann Minet

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Die besten Fonts 2014 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2014 blog/die-besten-fonts-2014 Thu, 08 Jan 2015 08:00:00 +0000 bestfonts2014

Die Liste ist lang geworden. Zu lang? Ich hoffe nicht! Die Länge hat vor allem zwei Gründe: Zum einen habe ich mich entschlossen, neben den Schriftmustern für meine Spotlights auch für alle anderen Schriften eine einzeilige Probe zu erstellen (macht mehr Arbeit, aber auch mehr Spaß). Zum anderen haben einfach viele tolle Leute viele tolle Schriften gemacht – und die müssen gezeigt werden! Geändert hat sich die Präsentation, gleich geblieben ist mein Ansatz: Alles, was ich bemerkenswert fand, ist ohne besondere Reihenfolge in der Liste gelandet. Elf für mich persönlich besonders interessante Veröffentlichungen habe ich hervorgehoben. Was sind Deine Highlights?

velo-serif
Vēlo Serif · Christian Schwartz, Mitja Miklavčič & Ben Kiel
monster
Mønster · Sindre Bremnes
audimat-3000
Audimat 3000 · Jack Usine
ryman-eco
Ryman Eco · Dan Rhatigan & Gunnar Vilhjálmsson
patron
Patron · Timo Gaessner
carabelle
Carabelle · Michael Hochleitner
sutro-deluxe
Sutro Deluxe · Jim Parkinson
pepone
Pepone · František Štorm
bestfonts2014_domainesans

Domaine Sans · Kris Sowersby (KLIM)

Die passende Sans zu Kris Sowersbys extravaganter Domaine-Familie ist für mich die konsequenteste der vielen tollen High-Contrast-Serifenlosen der letzten Monate.

ecam
Ecam · Malou Verlomme & Mathieu Chévara
christel
Christel · Sascha Timplan
cortado-script
Cortado Script · Jesse Ragan & Ben Kiel
nomada
Nomada · Jordi Embodas
cooper-hewitt
Cooper Hewitt · Chester Jenkins
artz
Artz · Erik Spiekermann
gauthier-display
Gauthier Display · Jérémie Hornus & Julien Priez
bestfonts2014_brixsans

Brix Sans · Döhren & Livius Dietzel (HvD Fonts)

Hannes von Döhrens Brix Sans hat sich deutlich von ihrer großen Slab-Schwester als warme DIN mit unverkennbarer HvD-Handschrift emanzipiert.

big-caslon
Big Caslon · Matthew Carter
muriza
Muriza · Jürgen Schwarz & Jakob Runge
cargan
Cargan · Dieter Hofrichter
beausite
Beausite · Yassin Baggar
luxus-brut-sparkling
Luxus Brut Sparkling · Roland Hörmann
custer-re
Custer RE · David Berlow
quire-sans
Quire Sans · Jim Ford
bestfonts2014_sectra

GT Sectra · Marc Kappeler, Dominik Huber & Noël Leu (Grilli Type)

Lange bewundert im Magazin »Reportagen«, jetzt endlich in voller Pracht verfügbar: Die messerscharfe moderne Antiqua von Moiré aus Zürich.

surogat
Surogat · Nikola Djurek
vicomte
Vicomte · Joachim Vu
rowton-sans
Rowton Sans · Julien Priez, Hugo Dumont, Jérémie Hornus & Alisa Nowak
brandon-printed
Brandon Printed · Hannes von Döhren
selfie
Selfie · Maximiliano Sproviero
input
Input · David Jonathan Ross
heimat-didone
Heimat Didone · Christoph Dunst
bestfonts2014_skolarsans

Skolar Sans · David Březina, Sláva Jevčinová (Rosetta)

Die lange erwartete serifenlose Partnerin von David Březinas beliebter Skolar kommt in großzügigem Ausbau, der im Responsive Design keine Wünsche offen lässt.

essay-text
Essay Text · Ellmer Stefan
liebedoris
LiebeDoris · Ulrike Rausch
dokument
Dokument · Jim Rimmer
bowling-script
Bowling Script · Alejandro Paul
bonnie
Bonnie · Artur Schmal
stencil-gothic
Stencil Gothic · Johannes Lang & Ellmer Stefan
valter
Valter · Nikola Djurek
bestfonts2014_dalaprisma

Dala Prisma · Paul Barnes & Ben Kiel (Commercial Type)

Mit der irrwitzigen Dala Prisma hat Paul Barnes seiner Dala-Floda-Suite die Krone aufgesetzt. Begrenzt einsetzbar, unbegrenzt begeisternd.

ferry
Ferry · Erik Moberg
signo
Signo · Rui Abreu
eubie-script
Eubie Script · Dai Foldes
marigny
Marigny · Tal Leming
darby
Darby · Paul Barnes & Dan Milne
haltrix
Haltrix · Daniel Sabino
minotaur
Minotaur · Jean-Baptiste Levée
bestfonts2014_identitet

Identitet · Nikola Djurek (Typonine)

Nur begrenzt verwendbar, aber umso faszinierender: Nikola Djurek reflektiert die Kulturgeschichte des Balkans in einer Schriftsippe.

asm
ASM · Íñigo Jerez
triplicate
Triplicate · Matthew Butterick
parmigiano
Parmigiano · Riccardo Olocco & Jonathan Pierini
berlingske
Berlingske · Jonas Hecksher
riga
Riga · Ludwig Übele
source-serif
Source Serif · Frank Grießhammer
produkt
Produkt · Berton Hasebe & Christian Schwartz
bestfonts2014_neutral

Neutral · Kai Bernau (Typotheque)

Kai Bernaus KABK-Abschlussarbeit zur möglichen Neutralität einer Schrift war lange nur auf Anfrage erhältlich, bevor sie 2014 endlich bei Typotheque erschien.

kommissar
Kommissar · Vincent Chan & Christian Schwartz
lipa-agate
Lipa Agate · Ermin Međedović
burlingame
Burlingame · Carl Crossgrove
laski-slab
Laski Slab · Paula Mastrangelo & Ramiro Espinoza
wonderhand
Wonderhand · Martina Flor
inknut-antiqua
Inknut Antiqua · Claus Eggers Sørensen
lichtspiele
Lichtspiele · Stefan Hübsch
bestfonts2014_quarto

Quarto · Sara Soskolne & Jonathan Hoefler (H&Co)

Auf den Spuren Hendrik van den Keeres entwickelte Sara Soskolne eine wunderbar kompakte und zeitgemäße Antiqua für den eleganten Headline-Einsatz.

ahkio
Ahkio · Mika Melvas
love-script
Love Script · Neil Summerour
marr-sans
Marr Sans · Paul Barnes & Dave Foster
maelstrom
Maelstrom · Kris Sowersby
antithesis
Antithesis · Yanone
bauer-grotesk
Bauer Grotesk · Felix Bonge & Thomas Ackermann
spot-mono
Spot Mono · Schick Toikka
bestfonts2014_nittigrotesk

Nitti Grotesk · Pieter van Rosmalen (Bold Monday)

Pieter van Rosmalen hat den Charme der monospaced Nitti endlich in eine gut ausgebaute proportionale Variante übertragen.

roman-extended-fatface
Roman Extended Fatface · Jim Lyles
retiro
Retiro · Jean François Porchez
countach
Countach · Superscript2 & Jean-Baptiste Levée
dream-script
Dream Script · Maximiliano Sproviero
colroy
Colroy · Marc Droz
bouquet
Bouquet · Dzianis Serabrakou
caponi
Caponi · Paul Barnes, Christian Schwartz & Miguel Reyes
bestfonts2014_franziska

FF Franziska · Jakob Runge (FontFont)

So liebevoll und detailverliebt, wie Jakob Runge seine Schrift gestaltet (und dokumentiert) hat, ist es nur konsequent, dass sie den Namen seiner Freundin erhielt.

diogenes
Diogenes · Ludwig Übele
stereotesque
Stereotesque · Sascha Timplan
courtesy-script
Courtesy Script · Alejandro Paul
breve
Abreve · Dino dos Santos
porta-news
Porta News · Nikola Djurek
proto-grotesk
Proto Grotesk · Jean-Baptiste Levée
torio
Torio · Dino dos Santos & Pedro Leal
bestfonts2014_donki

Donki · Gunnar Link

Gunnar Link läutete das Jahr fett und freundlich ein, mit Donkis überzeugender Mischung aus sanften und scharfen Formen. (Und pssst: In diesem Jahr wird es Zuwachs geben!)

sindelar
Sindelar · Stefan Willerstorfer
core-escher
Core Escher · Hyun-Seung Lee & Dae-Hoon Hahm
queue
Queue · Tal Leming
tick
Tick · Cyrus Highsmith
questa
The Questa Project · Martin Majoor & Jos Buivenga
woodkit
Woodkit · Ondrej Jób
orgon
Orgon · Dieter Hofrichter
blenny
Blenny · Spike Spondike
surveyor
Surveyor · Hoefler & Frere-Jones
pique
Pique · Nicole Dotin
big-moore
Big Moore · Matthew Carter
din-next-slab
DIN Next Slab · Akira Kobayashi, Tom Grace & Sandra Winter

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Die besten Fonts 2013 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2013 blog/die-besten-fonts-2013 Mon, 06 Jan 2014 10:00:00 +0000 bestfonts2013

Bei einer Bestenliste ist es wie bei einer Fußballmannschaft: Man sollte nicht die besten elf Spieler, sondern die beste Elf aufstellen; also die Spieler, die als Mannschaft am besten harmonieren. Auch bei meiner Liste der besten Schriften versuche ich eine gut ausgewogene, harmonische und doch abwechslungsreiche Übersicht zusammenzustellen. Und der Rest ist nicht unbedingt schlechter. Deshalb gibt es auch keine »Honorable Mentions« mehr, sondern eine große Liste mit einigen subjektiven Hervorhebungen. Viel Spaß!

Odesta von Ondrej Jób

bestfonts2013_odesta

Selten ist es so einfach, einen von zehn Favoriten aus Hunderten neuer Schriften auszusuchen. Odesta war Liebe auf den ersten Blick – vielleicht, weil sie für die Liebe gestaltet wurde!

Balto von Tal Leming (Type Supply)

bestfonts2013_balto

Tal Lemings beeindruckende Interpretation des Amerikanischen Klassikers; entwaffnend offen und erhellend dokumentiert.

Bree Serif von Veronika Burian, José Scaglione (Type Together)

bestfonts2013_breeserif

Bree verzauberte uns, ein Vorab-Font von Bree Serif vertröstetete uns, und nun ist endlich die sympathische Bree-Superfamilie komplett.

NewParis von Swiss Typefaces

bestfonts2013_newparis

Swiss Typefaces beglückt mit einer neuen Didot-Interpretation: Details zum Verlieben, drei optische Größen zum ernsthaften Arbeiten und eine Serifenlose zum Spielen.

Shameless von Neil Summerour (Positype)

bestfonts2013_shameless

Wer mich kennt weiß, daß ich eine Schwäche für ausgefeilte Kalligrafie-Fonts habe, und Shameless’ Dynamik hat mich sofort gepackt.

FF Quixo von Frank Grießhammer (FontFont)

bestfonts2013_quixo

Ein Augenzwinkern in eine Schrift einzubauen, ohne sie deshalb lächerlich oder unbrauchbar zu machen, das versuchen wenige, und das gelingt fast niemandem. Frank Grießhammer hat es während seines Studiums geschafft und die Schrift nun endlich fertiggestellt.

Circular von Laurenz Brunner (Lineto)

bestfonts2013_circular

Laurenz Brunner hat trotz einer wahren Flut von geometrischen Serifenlosen nach dem Helvetica-Genre nun auch das Futura-Genre um eine herausragende Interpretation bereichert.

Lava von Peter Biľak (Typotheque)

bestfonts2013_lava

Ursprünglich speziell für seine innovative Zeitschrift Works That Work gestaltet, macht Peter Biľak diese extrem gut (aus)gebaute holländische Schönheit nun jedem zugänglich.

Lalola von Laura Meseguer (Type-Ø-Tones)

bestfonts2013_lola

Wo andere eine Unmenge an Fettegraden, Glyphen und OpenType-Featurecodezeilen brauchen um eine Schrift lebendig werden zu lassen, reicht Laura Meseguer ein einziger schlanker Font.

Duplicate von Christian Schwartz, Miguel Reyes (Commercial Type)

bestfonts2013_duplicate

Nicht nur für den Antique-Olive-Liebhaber ein wahrer Grund zur Freude: Endlich eine zeitgemäße Interpretation des Klassikers von Roger Excoffon, begleitet von zwei exquisiten Serifen-Partnern.


Außer Konkurrenz:

FF Mark von Hannes von Döhren, Christoph Koeberlin, FontFont Type Department (FontFont)

bestfonts2013_mark

Ob es eine der besten Schriften des Jahres ist, kann ich nicht beurteilen. Für mich ist meine erste Veröffentlichung jedoch eine ganz besondere.

Font Microsites 2013

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Ein großes Dankeschön

… wie immer allen Designern und Foundrys für die freundliche Unterstützung!

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Die besten Fonts 2012 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2012 blog/die-besten-fonts-2012 Mon, 07 Jan 2013 22:00:00 +0000 bestfonts2012

Jedes Jahr dasselbe: Eine Unmenge neuer Schriften, und keiner behält den Überblick! Na ja, fast keiner. Viel Spaß mit meiner kleinen Auswahl, wie immer garantiert unsortiert, subjektiv und unabhängig, und jetzt erstmalig zweisprachig und Retina-ready!

Marian · Paul Barnes (Commercial Type)

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Skelett der Schriftgeschichte

Eine Schrift so auf ihr Skelett zu reduzieren, daß nicht nur ihren Linien, sondern auch ihrem Charakter treu geblieben wird, ist eine sehr schwierige Sache. Eine Schrift war Paul Barnes allerdings zu wenig, und so hat er sich gleich die halbe Schriftgeschichte vorgenommen und Skelette der Typen von Austin, Baskerville, Bodoni, Fournier, Fleischmann, Garamont, Granjon & Kiš erstellt, selbstverständlich inklusive aller histrorischen Ligaturen, Alternativzeichen und co. Und wem das nicht reicht, der bekommt noch eine Textur von Hendrik van den Keere als Hairline dazu!

FF Tisa Sans · Mitja Miklavčič (FontFont)

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Nadellose Eibe

Mitja Miklavčič hat mit seiner FF Tisa (Slovenisch für »Eibe«) eine der interessantesten Serifenschriften der letzten Jahre gestaltet, und die passende Serifenlose wurde mit Spannung erwartet. Mitja ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und nahm sich genug Zeit, um eine eigenständige Partnerin zu entwickeln. Die Betonung liegt auf eigenständig, denn anders als viele Sans-Pendants weiß Tisa Sans durch ihre freundliche, rundliche Formensprache auch (und gerade) alleine zu betören, so auch in den Überschriften auf dieser Website.

Euclid · Emmanuel Rey (Swiss Typefaces)

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Geometrie jetzt

Euclid ist kein bloßes Revival einer geometrischen Sans aus dem 20. Jahrhundert, sondern eine echtes Kind des noch jungen Jahrtausends. So ließ sich Emmanuel Rey für den üppig ausgestatteten OpenType-Font (neben unzähligen Ligaturen und Alternativzeichen finden sich auch Mediävalziffern und Unicase-Zeichen!) nicht nur eindimensional inspirieren; Einflüsse kommen aus historischen Inschriften genauso wie aus zeitgenössischen Graffiti-Tags.
Und im nächsten Jahr folgen neue Fettegrade, exklusiv hier vorab zu besichtigen!

The Harriet Series · Jackson Cavanaugh (Okay Type)

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Server-crashing serifs

Als Jackson Cavanaugh Anfang des Jahres seine neue Schriftfamilie mit einer eigenen Microsite veröffentlichte, dauerte es nicht lange und der Server ging ob des großen Andrangs in die Knie! Und warum das so war, wird nach einem Klick schnell klar: Nicht nur die Microsite, sondern vor allem die darauf perfekt in Szene gesetzte Schrift weiß auf Anhieb zu begeistern: Einflüsse von Baskerville über die Scotch Roman bis hin zu den »modernen« anglo-amerikanischen Spitzfeder-Schriften des frühen 20. Jahrhunderts sind zu spüren, ohne jedoch den eigenen Charakter aus den Augen zu verlieren. Ein breites Spektrum an Strichstärken steht zur Verfügung, sowohl für den Display-Einsatz als auch mit reduziertem Kontrast für den Mengentext.

OurType Stencils · Fred Smeijers, Maurice Göldner, Pierre Pané-Farré & Thomas Thiemich (OurType)

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Not your usual stencil

Wer bei Schablonenschriften nur an die blockigen Lettern auf Holzkisten, Containern oder Pappkartons dachte, wurde spätestens 2010 von Paul Barnes eines Besseren belehrt. Nun nahm sich Fred Smeijers endlich einem seiner liebsten Themen an und hat zusammen mit den OurType-Designern Maurice Göldner, Pierre Pané-Farré & Thomas Thiemich eine ganze Serie unterschiedlichster Schablonenschriften veröffentlicht, eine aufregender als die andere.

JAF Bernini Sans · Tim Ahrens (Just Another Foundry)

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Aufregend unaufgeregt

Es gibt introvertierte und extravertierte Schriften. Letztere sind diejenigen, die man entweder sofort liebt oder eben haßt, weil sie mit ihren Besonderheiten nicht hinter dem Berg halten. Die introvertierten Schriften sind jene, die gerne auf den ersten Blick übersehen werden, weil sie so unscheinbar wirken, aber je näher man sich mit ihnen beschäftigt, desto faszinierender werden sie. So wie Bernini Sans von Tim Ahrens, bestehend aus der eher maskulinen Bernino Sans (oberer Teil des Schriftmusters) und der feminineren Bernina Sans (unterer Teil) . Im Interview/Portrait auf myfonts.de kommt man langsam, aber sicher zur Erkenntnis, daß Tim das spannende Feld der »pseudo-dynamischen« Serifenlosen à la Frutiger trefflich analysiert und um eine Schriftfamilie ergänzt hat, die schlicht und einfach als ultimativ bezeichnet werden muß.

Thema · Nikola Djurek (Typonine)

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Lückenlose Eleganz

Bereits 2008 veröffentlichte Nikola Djurek Typonine Stencil, deren Kombination aus elegantem holländischem Duktus zusammen mit dem für das Genre ungewöhnlichen Schabloneneffekt für Aufsehen sorgte. Und es konnte im Grunde nur eine Frage der Zeit sein, wann er buchstäblich die Lücken schließen und die eleganten Formen ohne die Stege veröffentlichen würde. Das Warten hat nun erstens ein Ende und sich zweitens gelohnt, denn eine derart schnörkellose, anmutige Breitfederschrift hat man bisher selten gesehen!

Rollerscript · Nick Cooke (G-Type)

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Digitaler Tintenroller

Wer mich kennt, weiß, daß ich eine Schwäche für gut gemachte Handschriftenfonts habe, und wer die typografische Realität kennt, weiß, daß es immer noch viel zu wenige gibt. Nick Cooke hat dem Genre mit Olicana bereits einen eleganten Beitrag hinzugefügt und legt jetzt mit Rollerscript lässig nach. Wie der Name schon sagt, basiert die Schrift auf dem schwungvoll geschriebenen Rollerball Pen (»Tintenroller«), und neben ihrem dynamischen Duktus ist es vor allem die smarte OpenType-Technik, die sowohl in der Smooth- als auch in der Rough-Variante durch automatisch integrierte Alternativzeichen und Ligaturen für ein natürliches und lebendiges Schriftbild sorgt.

Trivia · František Štorm (Štormtype)

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Kleines Einmaleins im großen Stil

Neben der Schriftgestaltung scheint František Štorms große Stärke im Understatement zu liegen, denn er verleiht dieser gigantischen Schriftsippe das Prädikat »trivial« und möchte eigentlich nur die drei Ausprägungen einer Schrift verdeutlichen: Sans, Serif und Slab. Das Ergebnis ist jedoch eine (im wahrsten Sinne) Superfamilie, die ihresgleichen sucht: Hier trifft klassizistische Antiqua nicht nur auf Serifenlose und Serifenbetonte, sondern gleich auch noch auf Amerikanische Grotesk. Dazu gibt es noch eine kontrastärmere Variante für den Mengensatz und neben unzähligen OpenType-Features auch Kyrillisch und Griechisch in allen 94 (!) Schriftschnitten. Ganz trivial eben.

Fort ·Jeremy Mickel (Village/MCKL)

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Freundliche Neutralität

Wer wie Jeremy Mickel gleichzeitig Grafikdesigner und Schriftgestalter ist, hat den Vorteil, sich seine passende Schrift einfach selbst gestalten zu können. Im Falle von Fort könnte das Problem gewesen sein, daß Gotham zu rund war und DIN zu streng. Ergebnis: Eine zeitgemäße Grotesk mit leicht gespannten Rundungen; neutral genug, um sich zurückzunehmen wo es nötig ist, gleichzeitig aber mit der gewissen Wärme und Freundlichkeit ausgestattet, um nicht zu unpersönlich rüberzukommen.

Honorable Mentions

Andere Best-of-Listen

Ein großes Dankeschön

… wie immer allen Designern und Foundrys für die freundliche Unterstützung!

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Die besten Fonts 2011 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2011 blog/die-besten-fonts-2011 Tue, 03 Jan 2012 09:00:00 +0000 bestfonts2011

Neues Jahr – neue Schriften. Und zuletzt hieß das auch: Neues Jahr – immer mehr Schriften! Umso wichtiger, einen unabhängigen Überblick über die besten unter den vielen zu bekommen, und Typefacts leistet dies gewohnt leidenschaftlich, unsortiert und garantiert streng subjektiv.
Viel Spaß also mit der Ur-Helvetica, der Schrift mit den 28 A-Varianten, der Schrift, die unter zwei Namen veröffenticht wurde und sieben weiteren …

Genath · François Rappo (Optimo)

In einem ertragreichen Jahr wie 2011 ist es oft ein Foto-Finish, welche Schrift in meine Bestenliste rutscht und welche dafür draußen bleiben muss. Allerdings gibt es auch Schriften, bei denen überhaupt kein Zweifel besteht, und so eine ist Genath.
Schon seit 2007 hat François Rappo sie in verschiedenen Vorab-Versionen zum Einsatz gebracht, und wer die Documents-Buchserie von JRP|Ringier gesehen hat, weiß, dass es nichts weiter braucht als diese Schrift in großen schwarzen Lettern auf weißem Grund, um in Verzückung zu geraten. Genath ist eine lose Interpretation einer Type von Johann Wilhelm Haas für die Basler Genath-Gießerei. Den barocken Geist des 18. Jahrhunderts hat sie ebenso wie die Schriften ihres berühmten Zeitgenossen Fleischmann in Nürnberg eingeatmet. Schmal gehalten mit verspielten Details bewegt sie sich im Dunstkreis der Fleischmann-Interpretationen; Was jedoch den entscheidenden Unterschied ausmacht, ist der konsequent vergrößerte Kontrast, der im Zusammenspiel mit dem Detailreichtum andere barocke Typen plump und klassizistische Schriften tiefgekühlt wirken lässt.

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Realist · Martin Wenzel (MartinPlusFonts)

Wer (wie ich) Martin Wenzels unterschätzte FF Profile liebt, aber merkt, daß ihre Anmutung für manche Anwendungen zu organisch und warm ist, wird (wie ich) hellauf begeistert sein, nun ihre seriösere Schwester kennenzulernen. Mehr dazu von mir auf Typographica!

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Bookmania · (Mark Simonson Studio)

Es gibt nicht wenige, die auf ein Revival einer Schrift verzichten könnten, die schon immer »hässlich und unnötig« (E. Spiekermann) war. Auch ich gehörte dazu, bis mich Mark Simonson eines Besseren belehrte: Seine Liebeserklärung an Ed Benguiats stilprägende Fotosatz-Bookman der 60er Jahre ist derart konsequent maßlos geraten (alleine 28 [!] A-Varianten, erstmalig Kapitälchen und Mediävalziffern etc pp), daß Glyphpaletten-Spielkinder ihre helle Freude haben und die Nase nur noch über phantasielose Verwendung rümpfen.

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Nouvelle Vague · Elena Albertoni (Anatoletype)

Im Gegensatz zu Bookmania kommen Glyphpaletten-Spielkinder bei Nouvelle Vague nicht auf ihre Kosten. Müssen sie aber auch nicht! Elena Albertonis Ansatz war ein ganz anderer: Als Bewundererin von Excoffons Mistral, die schon so lange auch ohne komplexe OpenType-Features funktioniert, verneigt sie sich vor dieser und tut es ihr gleich, indem sie nur für wenige unvorteilhafte Kombinationen lindernde Ligaturen bereithält. So wird aus französischen Wurzeln und italienischer Feder auf deutschem Boden eine funktionierende paneuropäische Schreibschrift.

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FF Ernestine · Nina Stössinger (FontFont)

Die sympathische Deutsch-Schweizerin Nina Stössinger hat bei ihrem drei Jahre währenden Erstlingswerk die Typografie-Community von Anfang an am Entstehungsprozess teilhaben lassen, und so war die Freude über das Erscheinen nicht nur bei ihr selbst sehr groß. Richtig, auch bei mir! Die größte Leistung ist eigentlich, daß es Nina geschafft hat, mir das Benguiat-g schmackhaft zu machen … Den Weg geebnet hat allerdings der sehr harmonische Rest, der meiner Begeisterung für Serifenbetonte mit Tropfenserifen (Bodoni Egyptian!) neue Nahrung gab. Nina hat extrem detailverliebt gearbeitet, der Verlockung zu vieler Tropfen widerstanden, der Schrift Kapitälchen und sogar die kleineren Petite Caps spendiert, sie hat gekernt, bis die Police kam und mit Hrant Papazian wunderbare armenische Zeichen integriert. Und am wichtigsten: Man sieht ihrem »Ernestinchen« nicht an, welcher Musik sie ausgesetzt war!

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Salvo Sans & Salvo Serif · Cyrus Highsmith (FontBureau)

Immer wenn man denkt, dem Thema Serifenlose gäbe es nichts mehr hinzuzufügen, kommt Cyrus Highsmith und verzückt einen doch wieder mit seiner Handschrift. Ähnlich wie mit Stainless oder Dispatch ist es ihm wieder gelungen, eine riesig ausgebaute Schriftsippe zu gestalten, für die man als Klassifikation nur »Highsmith« angeben könnte: Warm, freundlich, eindeutig amerikanisch und mit großem Wiedererkennungswert. Der Design Director der Zeitschrift, für die Salvo ursprünglich gestaltet wurde, hat es so umschrieben: Auch wenn es normalerweise die richtigen Worte sind, die die Menschen anlocken, ist es hier die Schrift, die dies auf einer unterbewußten Ebene erledigt. Und was kann man von einer Schrift (die alle anderen Qualitäten ohnehin mitbringt) mehr verlangen?

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Neue Haas Grotesk · Max Miedinger / Christian Schwartz (Linotype)

Was ist besser als Helvetica? Helvetica! Beim Redesign des Guardian 2004 hatte Christian Schwartz die Idee, Helvetica endlich so zu digitalisieren, wie sie aussah, als Max Miedinger sie als »Neue Haas Grotesk« 1957–1961 entwarf und die Typografie prägte wie kaum eine andere Schrift. Jahrelang nur »auf Anfrage« auf Schwartz’ Website erhältlich, ist sie nun endlich für jedermann zu haben.

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FS Pimlico · Fernando Mello (Fontsmith)

Ich habe mich schon oft gefragt, warum es so wenig freundliche, abgerundete Schriften gibt. Wenn ich etwas in der Richtung suche, falle ich immer wieder auf Cronos oder FF Strada zurück. Und jetzt Pimlico! Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß Fernando Mello mit der »Black« angefangen oder ob mich seine Herleitung über den 70er-Jahre-Funk unterschwellig angesprochen hat. Ich weiß nur, daß mich diese Schrift auf verschiedene Arten fasziniert. Fett mit Swashes eindeutig auf Retro-Kurs und in den Textgraden so weich und seriös, daß ich den Jahresbericht eines Windelherstellers damit gestalten möchte … Aber machen wir uns nichts vor, das Ausschlaggebende ist der Glow-Schnitt – wer kann da noch widerstehen!

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Aisha · Titus Nemeth (Rosetta)

Aisha ist eine der wenigen Schriften, bei denen das Arabische vor dem Lateinischen entwickelt wurde, und doch hat ihr Designer Titus Nemeth ihr auch einiges aus dem Okzident mitgegeben. Dementsprechend bringt sie aus beiden Kulturen das beste mit und fühlt sich sowohl in Marrakesch als auch in Paris zuhause. Ihr freundlicher Charakter kommt überall unverfälscht rüber und läßt sie auch abseits interkulturellen Kontextes bestehen, was sowohl TDC als auch Creative Review bereits honorierten.

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Rabenau · Axel Bertram / Andreas Frohloff (Linotype)

Gut Ding will Weile haben! Wer sich bei Erscheinen von Axel Bertrams wohltemperierten Alphabet in die dort verwendete Type verliebt hatte, musste sich noch einige Jahre gedulden, ehe er sie selbst kaufen konnte. Sie hatte es aber auch nicht leicht: Zwei Perfektionisten (Axel Bertram und Andreas Frohloff) feilten über Jahre an ihren Kurven, bis sie Anfang des Jahres zunächst als »Lucinde« erschien und aufgrund der Nähe zu »Lucida« in »Rabenau« umgetauft wurde. Gottseidank änderte sich nur der Name: Die umfangreiche Antiqua bleibt getreu ihres ursprünglichen Namens selbstbewußt und feminin im Geiste der Aufklärung.

bestfonts2011_rabenau

Special Guest: Photo-Lettering · Diverse (House Industries)

Was tun mit all den alten Photo-Lettering-Fotosatzschriften, die nur für Logos oder Überschriften taugen und als Einzelfonts wahrscheinlich nicht sonderlich erfolgreich wären? Ganz einfach: Man läßt sie von einigen der begabtesten Schriftgestaltern digitalisieren und entwickelt ein geniales Geschäftsmodell: Statt einen Font zu kaufen, setzt man online Logo oder Headline und kann diese für wenig Geld als Vektordatei downloaden.

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Honorable Mentions

Es gab wirklich viele tolle Schriften dieses Jahr! Und da meine Bestenliste getreu der alten Fußball-Weisheit nicht die elf Besten repräsentiert, sondern die beste Elf, gibt es hier der Vollständigkeit halber noch einige weitere Schriften, die genauso spannend sind:

Mehr Listen

Da meine Liste so subjektiv ist, hier auch noch die anderen Best-of-Listen:

Ein großes Dankeschön

… wie immer allen Designern und Foundrys für das freundliche Zurverfügungstellen der Fonts! In allen Fällen hatte ich es mit sehr netten und hilfsbereiten Ansprechpartnern zu tun, die mir schnell und unkompliziert aushalfen und diese Liste samt Beispielen ermöglichten.

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Der typografische Kanon https://typefacts.com/blog/der-typografische-kanon blog/der-typografische-kanon Tue, 30 Aug 2011 07:00:00 +0000 Als »Kanon der Literatur« wird vor allem in der Philologie traditionell eine Zusammenstellung von Büchern bezeichnet, deren Kenntnis vorausgesetzt wird und die somit eine Wissensgrundlage bilden. Zuletzt war es Marcel Reich-Ranicki, der 2001 mit seinem Kanon lesenswerter deutschsprachiger Werke den Begriff des Kanons aus seiner Nische holte und ins Licht der Öffentlichkeit rückte.

Mir gefiel der Gedanke, den desorientierten (potentiellen) Leser an die Hand zu nehmen und ihm eine handliche Auswahl an Büchern ans Herz zu legen, deren Lektüre ein solides Fundament auf dem Feld der Typografie bildet. Doch geht das überhaupt?

Ja – aber nicht allein! Ich messe meiner eigenen Auswahl nicht so viel Bedeutung bei, um sie als allgemeingültig zu bezeichnen. Deshalb habe ich mir Verstärkung geholt und die Frage den Typografie-Experten des deutschsprachigen Raums vorgelegt – mit faszinierendem Ergebnis! Denn die einzelnen Listen könnten unterschiedlicher kaum sein. Jede für sich bietet einen ganz individuell geprägten Zugang zu den Kernbereichen der Typografie, und in ihrer Gesamtheit entfalten sie erst die Pracht eines wahren Kanons.

»Ich find’ Bücher albern … die man nicht mit in die Badewanne und an den Strand nehmen kann. Ich halte das Buch für das Medium der Zukunft.«

Ich habe nach der jeweils persönlichen Top-5-Liste gefragt; »Was mir am Herzen liegt, sind fünf Bücher, die einen möglichst breiten, fundierten Überblick vermitteln. Also sozusagen fünf Bücher, die alles beinhalten, was man wissen muss (so weit so etwas möglich ist).« und bewusst alles andere offen gelassen. Ich bedanke mich herzlich bei meiner Expertenrunde, deren Teilnahme den Kanon der Typografie erst möglich gemacht hat!

Der Typefacts-Kanon der Typografie

  • Bücher machen · Jost Hochuli
    Schrift gehört ins Buch, und was es mit dem Buch und der Schrift darin auf sich hat, erklärt Jost Hochuli auf höchst angenehme Weise.
  • Buchstaben kommen selten allein · Indra Kupferschmid
    Indra Kupferschmid gelingt ein Paradoxon: Eigentlich braucht man nach der Lektüre kein weiteres Typografie-Buch mehr zu lesen, man will es aber um so mehr.
  • Detailtypografie · Friedrich Forssman, Ralph de Jong
    Das Standard-Nachschlagewerk zur Typografie, monumental und praxisnah. Es gibt keine Frage, auf die man hier keine Antwort findet.
  • The Elements of Typographic Style · Robert Bringhurst
    Ein typografischer Rundumschlag im handlichen Format, von Makro bis Mikro, von damals bis heute, von der »uninspired pretzel« bis zur »overdressed printing hand«.
  • Typolemik / Typophilie · Hans Peter Willberg
    Mit seinen Schmähungen (Typolemik) und Liebeserklärungen (Typophilie) haucht Hans Peter Willberg der oft trocken daher kommenden Typografie Leben ein.

Der Kanon der Typografie, komplettiert durch …

Michael Bundscherer

Friedrich Forssman

Ivo Gabrowitsch

Florian Hardwig

Ralf Herrmann

Jost Hochuli

Indra Kupferschmid

Dan Reynolds

Jürgen Siebert

Erik Spiekermann

Roland Stieger

Martin Tiefenthaler

Paul Shaw

Ferdinand P. Ulrich

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Die besten Fonts 2010 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2010 blog/die-besten-fonts-2010 Tue, 04 Jan 2011 09:00:00 +0000 Da ist es also, das neue Jahr, und Typefacts möchte es sich nach einem erfolgreichen ersten Jahresrückblick nicht nehmen lassen, auch diesmal wieder einen Blick zurück durch die Brille des Schriftverrückten zu werfen und die zehn besten Schriften des Jahres zu küren. Der eigentliche Star des abgelaufenen Jahres war zwar die sich immer mehr durchsetzende Webfont-Technologie, die endlich – wenn auch noch mit großen Qualitätsunterschieden – immer mehr typografische Vielfalt im WWW möglich macht (Deshalb auch eine kleine Anmerkung bei den als Webfont erhältlichen Schriften). Und doch gab es letztes Jahr [mein Redaktionsschluß war November] auch wieder jede Menge wunderschöner brandneuer Schriften, von denen ich hier eine ganz und gar subjektive (und möglichst abwechselungsreiche) Top Ten vorstellen möchte, und zwar ohne wertende Reihenfolge:

Eames Century Modern · Erik van Blokland & House Industries (House Industries)

Bereits bei Veröffentlichung der beeindruckenden Schriftfamilie im März »twitterte« ich: »Die beste Clarendon kommt von Erik van Blokland«, und das war kein bisschen voreilig. Der Noordzij-Schüler und KABK-Professor hat eine Schrift geschaffen, die ihre Wurzeln bei den »modernen« amerikanischen Schriften des späten 19. Jahrhunderts hat, dabei aber sehr zeitgemäß und sympathisch-holländisch rüberkommt. Wer schon immer eine Clarendon mit Italics, Mediävalziffern, Kapitälchen, unzähligen Schnitten etc. pp. gesucht hat, kann endlich aufatmen – und alle anderen auch! Ein moderner Klassiker.

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FF DIN Round · Albert-Jan Pool (FontFont)

Dass Schriftgestaltung grundsätzlich unterschätzt wird, ist allgemein bekannt; Dass sie jedoch auch zur Wissenschaft werden kann, vermutlich weniger. Andere lassen per automatisiertem Skript die Ecken ihrer Schriften abrunden, nicht so Albert-Jan Pool. Er übersetzt die Grundidee der Ingenieursschrift mit einer unglaublichen Akribie ins typografische Detail und überläßt weder die Klothoide den Ingenieuren noch eine einzigen Anfasser dem Zufall. Eine beeindruckende Geschichte, die eine Antwort auf die oft gehörte Frage gibt, warum Schriften Geld kosten.

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Business Penmanship · Ale Paul (Sudtipos)

Meine Schwäche für die Spitzfeder habe ich schon letztes Jahr kundgetan. Um so erfreuter nahm ich also das Projekt von »Mister Schreibschrift« Ale Paul zur Kenntnis, der der Roundhand den Kontrast nahm, ohne bei der Schulschrift zu landen, sondern bei der immer noch verblüffend eleganten Business Penmanship. Unzählige Akzentbuchstaben, Schnörkel, Alternativzeichen und Ligaturen erfreuen die Glyphpaletten-Spielkinder von Anchorage bis Tallinn.

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Publico · Paul Barnes, Christian Schwartz, Kai Bernau & Ross Milne (Commercial Type)

Eine Schrift, die ursprünglich nach dem legendären Club Haçienda in Manchester benannt werden sollte, kann ja schon mal so schlecht nicht sein. Eigentlich eines der bemerkenswerten Abfallprodukte des Guardian-Großprojekts von Christian Schwartz und Paul Barnes, ist die in drei optischen Größen angelegte Publico bei der gleichnamigen portugiesischen Zeitung untergekommen und glücklicherweise auch für den Rest der Welt verfügbar. Wo Eames Century Modern einer amerikanischen Schrift einen holländischen Akzent gibt, wird hier einem holländischen Ansatz amerikanischer Geist eingehaucht.

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Friska · Sascha Timplan (Stereotypes)

Zugegeben, die Anwendungsmöglichkeiten mögen begrenzt sein – Dem Charme von Friska bin ich trotzdem erlegen. Sascha Timplan hat sich von alten Filmtiteln inspirieren lassen, als er seine schnörkelige, zeitgemäße Jugendstilschrift Friska gestaltete. Die ist erstens sehr schön geworden und zweitens mit Multilingualität und zahlreichen konsequent auf den Display-Einsatz ausgerichteten typografischen Finessen gesegnet. Und weil Sascha auch noch so ein netter Kerl ist, empfehle ich sie doppelt gern.

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Sense & Sensibility · Nick Shinn (Shinntype)

Sans & Serif? Alter Hut. Serif & Script? Schon gesehen. Sans, Semiserif & Serif? Alles schon da gewesen! Zeit also für etwas Neues: Sans & Sans! Der unvergleichliche Nick Shinn macht es möglich – Zwei Serifenlose mit einigen gemeinsamen Parametern (Abmessungen, Strichstärke, Kontraste …) in zwei Ausprägungen: Die kühle Sense zieht es zu Futura, die warme Sensibility zu Syntax. Die erste zerstrittene Schriftsippe also; Zwei unversöhnliche Schwestern, jede für sich absolut unwiderstehlich!

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Herb · Tim Ahrens (Just Another Foundry)

Schriftgestalter lieben ihn wegen seiner essentiellen RMX-Tools und dem Just Another Test Text Generator, Webdesigner wegen des Facitizers und FontFonters (nun WebFonter). Die Rede ist von Tim Ahrens, der so ganz nebenbei auch noch Schriften macht; Und zuletzt hat er endlich seine Reading-Abschlußarbeit Herb vollendet, eine zeitgemäße Gebrochene, ganz ohne Kühle und Berührungsängste, dafür mit vielen schönen Extras wie Alternativen, Kapitälchen, Ornamenten und verschiedenen Ziffernsätzen.

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Charlie · Ross Milne (Typotheque)

Das Zeitalter fortgeschrittener digitaler Typografie und allseitiger Vernetzung bietet auch dem Schriftgestalter eine Vielzahl ungeahnter Möglichkeiten, die jedoch nicht allzu oft genutzt werden. Prallvolle, intelligente OpenType-Fonts mit ausgeklügelten Features erfreulicherweise immer öfter auf, aber KABK-Absolvent Ross Milne zeigt mit dem kongenialen Peter Biľak und seiner Typotheque, dass man durchaus auch andere Wege beschreiten kann. Und so stellen sie (der auch als »normale« Schrift schon sehr reizvollen) Charlie gleich noch einen Weight Calculator zur Seite, der es intuitiv ermöglicht, die einzelnen Fonts in verschiedenen Punktgrößen mit identischer Strichstärke zu setzen.

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Williams Caslon · William Berkson (The Font Bureau)

Ähnlich wie Albert-Jan Pool nahm sich auch William Berkson nicht nur sehr viel Zeit für die Schrift an sich, sondern auch für die Dokumentation des spannenden Entstehungsprozesses. Er zeigt, dass die Geschichte der Caslon noch lange nicht zu Ende erzählt ist und ein Revival nach heutigen Gesichtspunkten viele Mißverständnisse, Versäumnisse und Limitationen früherer Digitalisierungen vergessen machen kann. Als klassischer Vierschnitter (mit Kapitälchen, verschiedenen Ziffernsätzen etc.) zielt sie klar auf den Mengensatz ab, Alternativen und Schwungschrift laden gleichzeitig aber auch zum Schaugrößeneinsatz ein.

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FF Amman & FF Amman Sans · Yanone (FontFont)

Yanones Diplomarbeit (die offizielle Schrift für Jordaniens Hauptstadt Amman) hat eigentlich nur einen Nachteil: Bei allen beeindruckenden Innovationen (Erste echte arabische Kursive, erstmalig eigens gezeichnete kleine indische Ziffern samt fraction-Feature etc pp) vergißt man leicht, dass die riesige Schriftsippe auch ohne jeden arabischen Kontext wunderbar funktioniert. Eine wahnsinnig gut ausgebaute Superfamilie mit enormer Wärme und einem Charakter, der den derzeit omnipräsenten Trend zur typografischen Kühle hoffentlich bald überwinden kann. (Film ab!)

bestfonts2010_amman

Mehr Listen

Da meine Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben kann, hier nochmal die anderen Best-of-Listen:

Ein großes Dankeschön

… allen Designern und Foundrys für das freundliche Zurverfügungstellen der Fonts! In allen Fällen hatte ich es mit sehr netten und hilfsbereiten Ansprechpartnern zu tun, die mir schnell und unkompliziert aushalfen.

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Die besten Fonts 2009 https://typefacts.com/blog/die-besten-fonts-2009 blog/die-besten-fonts-2009 Tue, 05 Jan 2010 09:00:00 +0000 Was wäre ein abgelaufenes Jahr ohne Blick zurück? Eben. Deshalb hier meine völlig subjektive Liste der schönsten Schriften des Jahres 2009. Die Wahl fiel mir dabei allerdings alles andere als leicht, war es doch ein sehr ergiebiges Jahr mit sehr vielen wunderbaren Schriften! Einige Perlen (Milo Serif, Ingeborg etc.) hatte ich schon an anderen Stellen angepriesen, andere fielen meinem Drang nach einer bunten Mischung zum Opfer – Geblieben ist eine Liste von zwölf Schriften ohne besondere Reihenfolge. Ivo Gabrowitsch und ich haben uns gegenseitig etwas angestachelt und veröffentlichen unsere Bestenlisten heute gleichzeitig (Bei ersten Spionageblicken habe ich erstaunlich wenig Überschneidungen finden können!), also auch unbedingt einen Blick auf seine Auswahl bei fontwerk.com werfen!

Nun aber viel Spaß mit der einzig wahren Bestenliste! Wie gewohnt können die Details über das kleine Lupensymbol links oben in den Schriftmustern haarklein inspiziert werden.

Pinup · Pieter van Rosmalen (Bold Monday)

Zusammen mit Paul van der Laan startete Pieter van Rosmalen 2009 das neue Label Bold Monday mit einem bereits beachtlichen Sortiment. Neben der charakteristischen Leitsystems-Type Panno Sign und der warmherzigen Monospaced Nitti bereichtert er das Schriftenangebot mit der üppigen, kurvigen Serifenlosen Pinup, die das Typografenherz schneller schlagen läßt.

pinup

Yoga & Yoga Sans · Xavier Dupré (FontFont)

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk kommt von Xavier Dupré in Form einer aufregenden neuen Schriftsippe. Yoga (Serif) verbindet ein solides französisches Renaissance-Fundament für lange Texte mit charakteristischen Details, die sie auch in Überschriften unverwechselbar machen. Yoga Sans ist Duprés Hommage an Gill Sans; er weckt sie aus ihrem Dornröschenschlaf, gibt ihr Wärme und verpackt sie in vier OpenType-Fonts voll mit Ziffernvarianten, Kapitälchen, Ligaturen und einem großen Fremdsprachenausbau. Dabei sind sowohl Serifenvariante als auch Sans eigenständig genug, um auch ohne ihren Konterpart bestehen zu können.

yoga

Libelle · Jovica Veljović (Linotype)

Wer (wie ich) die englische Roundhand eines George Bickham liebt und gerne den vorzüglichen Universal Penman studiert, kann nicht genug kriegen von Fonts wie diesem. Jovica Veljovićs Libelle verbindet Tradition mit moderner Technik meisterlich; Mit diversen über OpenType-Features erreichbaren Ligaturen und Alternativformen lädt sie ein, so lange zu spielen und kombinieren, bis ein lebendiges Wortbild entsteht.

libelle

Theinhardt · François Rappo (Optimo)

Wer Akzidenz-Grotesk mag, wird Theinhardt lieben! François Rappo studierte die kantigen Groteskschriften des frühen 20. Jahrhunderts, um mit seiner gut ausgebauten Familie dem Schriftgestalter und AG-Wegbereiter Ferdinand Theinhardt zu huldigen. Der Geist dieser Epoche bleibt erhalten, wird jedoch zeitgemäß in einer OpenType-Familie mit neun Strichstärken konserviert.

theinhardt

Nara · Andrej Krátky mit Nikola Djurek & Peter Biľak (Typotheque)

Man sollte nicht versuchen, Nara zu klassifizieren, denn trotz diverser Einflüsse will sie so gar nicht in irgend eine Schublade passen. Als beste Schrift 2009 ist sie schon ein Senior, denn Andrej Krátky (zuletzt zusammen mit Nikola Djurek & Peter Biľak) brauchte 20 (!) Jahre, um seine Vorstellungen in fertige Fonts zu gießen. Nara besticht durch vier charakterstarke Strichstärken mit jewiels zwei Kursiven; einer aufrechten (»Cursive«) und einer schräggestellten (»Italic«), die beide separat funktionieren, aber auch zur Auszeichnung im ausgezeichneten Satz einladen.

nara

Burgundica · Gerrit Noordzij (The Enschedé Font Foundry)

Lange mußten wir warten, ehe Gerrit Noordzij seine burgundische Bastarda der Öffentlichkeit zugänglich machte. Im essentiellen Letterletter bereits beeindruckend hergeleitet, seit kurzem nun endlich bei The Enschedé Font Foundry erhältlich.

burgundica

Lavigne Display · Ramiro Espinoza (Re-Type)

KABK-Absolvent Ramiro Espinoza bringt Wärme in den vertikalen Duktus. Seine Lavigne zeigt, daß nicht jede Spitzfederschrift dieselbe unterkühlte Eleganz einer Bodoni oder Didot haben muß und doch sehr schick wirken kann. Mit vier Ziffernsätzen, Ligaturen und Kapitälchen ist sie gut ausgerüstet, um in Magazinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

lavigne-display

Vielzweck · Verena Gerlach (Primetype) / seit 2017 als FF Sizmo (FontFont)

Verena Gerlach hat 2009 vollendet, was bereits 2002 begann. Damals bildete sie die Beschilderung eines alten DDR-Bürogebäudes als Tephe nach. Jetzt war ein Architekturbuch der Anlaß, die damalige Inspirationsquelle nochmal intensiver auszuarbeiten. Das Ergebnis ist eine Satzschrift, die die Kühle einer DIN-Schrift mit der gewissen Prise Persönlichkeit würzt. Und im Stylistic Set 1 haben sogar die mit dem Basisbuchstaben verbundenen Akzente noch überlebt.

vielzweck

Bonesana · Matthieu Cortat (Gestalten)

Mit Bonesana hat die bisher eher für ihre modernen, konstruierten Fonts bekannte Font-Sparte des Gestalten-Verlags erstmals eine seriöse Textschrift ins Programm aufgenommen. Matthieu Cortat hat auf beeindruckende Weise Nägel mit Köpfen gemacht; Inspiriert von den Schriften Baskervilles und Fourniers zeichnete er zwar mit zwei Schnitten (plus Inline-Variante) »nur« die Grundausstattung für den Buchsatz, in diesen zwei Fonts steckt jedoch neben typografischen Finessen wie Ziffernvarianten, Kapitälchen und Ligaturen auch ein großer Fremdsprachenausbau, der neben den lateinischen Zeichen auch Griechisch und Kyrillisch umfaßt.

bonesana

Cowboyslang · Hannes von Döhren (HvD Fonts)

Viel mehr als Hannes von Döhren kann man als Typedesigner in einem Jahr eigentlich nicht auf die Beine stellen. So steht die sympathische und gut ausgebaute Westernschrift Cowboyslang auch quasi stellvertretend für seinen gesamten Output an vorzüglichen Display- und Textschriften, die auf seiner Website zu bewundern sind.

cowboyslang

Malabar · Dan Reynolds (Linotype)

Eine Schrift, die den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland gewinnt, und das sogar in Gold? Das gibt es tatsächlich – Die Schrift wurde von Dan Reynolds im Rahmen seines Masterstudiums an der renommierten University of Reading als »Martel« entworfen, später als »Malabar« verfeinert und hat den Preis völlig zu recht gewonnen (und somit das Phänomen »Schriftart« bravourös ins Rampenlicht gerückt). Sie vereint Robustheit mit in der Renaissance wurzelnder Eleganz und kann durch große x-Höhe ihren Charakter auch in widrigsten Bedingungen zur Entfaltung bringen.

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FF Duper · Martin Wenzel (FontFont)

Überall dort, wo die bestehenden seriösen Textschriften nicht verspielt genug waren und die bestehenden verspielten nicht serös genug, wurde es kniffelig. Der Laie griff auf die indiskutable Comic Sans zurück, während der professionelle Typograf eine Notlösung suchte. Martin Wenzel schafft nun endlich Abhilfe und präsentiert uns per Video seine intelligente Duper, die unnatürliche Buchstabendoubletten automatisch verhindert (siehe z.B. die doppelten-aber-nicht-identischen Buchstaben in »Pippi«).

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Mehr Listen

Da meine Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben kann, hier nochmal die anderen Best-of-Listen:

Vielen Dank

… allen Designern und Foundrys für das freundliche Zurverfügungstellen der Fonts!

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