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Der typografische Kanon

Als »Kanon der Literatur« wird vor allem in der Philologie traditionell eine Zusammenstellung von Büchern bezeichnet, deren Kenntnis vorausgesetzt wird und die somit eine Wissensgrundlage bilden. Zuletzt war es Marcel Reich-Ranicki, der 2001 mit seinem Kanon lesenswerter deutschsprachiger Werke den Begriff des Kanons aus seiner Nische holte und ins Licht der Öffentlichkeit rückte.
Mir gefiel der Gedanke, den desorientierten (potentiellen) Leser an die Hand zu nehmen und ihm eine handliche Auswahl an Büchern ans Herz zu legen, deren Lektüre ein solides Fundament auf dem Feld der Typografie bildet. Doch geht das überhaupt?

Eine Expertenrunde mit faszinierendem Ergebnis

Ja – aber nicht allein! Ich messe meiner eigenen Auswahl nicht so viel Bedeutung bei, um sie als allgemeingültig zu bezeichnen. Deshalb habe ich mir Verstärkung geholt und die Frage den Typografie-Experten des deutschsprachigen Raums vorgelegt – mit faszinierendem Ergebnis! Denn die einzelnen Listen könnten unterschiedlicher kaum sein. Jede für sich bietet einen ganz individuell geprägten Zugang zu den Kernbereichen der Typografie, und in ihrer Gesamtheit entfalten sie erst die Pracht eines wahren Kanons.

Der Typefacts-Kanon der Typografie

 

Der Kanon der Typografie, komplettiert

»Ich find’ Bücher albern … die man nicht mit in die Badewanne und an den Strand nehmen kann. Ich halte das Buch für das Medium der Zukunft.« Erik Spiekermann bei Twitter

Ich habe nach der jeweils persönlichen Top-5-Liste gefragt; »Was mir am Herzen liegt, sind fünf Bücher, die einen möglichst breiten, fundierten Überblick vermitteln. Also sozusagen fünf Bücher, die alles beinhalten, was man wissen muß (so weit so etwas möglich ist).« und bewußt alles andere offen gelassen.
Ich bedanke mich herzlich bei meiner Expertenrunde, deren Teilnahme den Kanon der Typografie erst möglich gemacht hat!